FRANKENSIEDLUNG Nithrindorp e. V.


Projektbeschreibung (Kurzform)

Kein Museum, sondern Geschichte zum Erleben und Mitmachen

Sicher hat jeder schon einmal vor einer Vitrine mit einer ausgewählten Sammlung jahrhundertealter Gebrauchsgegenstände, Schmuckstücken gestanden – vom Lebensalltag der ehemaligen Eigentümer oder Handwerker erfährt man so vor der Vitrine nicht viel.
Einen oder mehrere Tage in einer rekonstruierten Siedlung aus dem 6. - 8. Jahrhundert n. Chr. zu verbringen, zu leben wie die Menschen in unserer Region vor 1.500 Jahren, vermittelt ein ganz anderes Geschichtsbewusstsein.

Geschichtlicher Hintergrund

Durch den Untergang des römischen Reiches, welches bis in unsere Region deutliche Spuren hinterlassen hat, dehnten sich die germanischen Stämme entsprechend aus. In unserer Region geschah dies insbesondere durch die ripuarischen Franken (Fluss-Franken). Die „Franken“ sind ein Zusammenschluss von vielen Klein-Stämmen, die im Laufe der Zeit der Völkerwanderung durch Einwanderung und Vermischung mit der Urbevölkerung die ursprüngliche Herkunft ihrer Sippen und Stammesnamen verloren oder vergaßen. Sie bezeichneten sich selbst als die Freien oder die Kühnen was das Wort „Franken“ wohl bedeuten soll. Da in dieser Zeit die Eroberungszüge und Landnahmen von einem Herrschergeschlecht vorangetrieben wurden, die der Sippe der Merowinger entstammte, wird die Zeit des 5. bis 8. Jahrhunderts auch die Merowinger-Zeit genannt. Dieses Königsgeschlecht wurde von den Karolingern abgelöst, die bis in das 10. Jahrhundert regierten.

Geplante Bauten

In der Siedlung sollen bis zu 18 Gebäude mit verschiedenen Funktionen errichtet werden. Diese werden in der Regel mit einem Holzständerwerk und entsprechender Ausfachung mit Lehmgeflecht umgesetzt. Je nach Funktion werden die Dächer mit Stroh (Miskanthus) oder mit Holzschindeln eingedeckt. Bei den Gebäuden mit den Nummern 3, 4, 5 und 6 handelt es sich um sogenannte Gäste- oder Schlafhäuser. Diese werden in sogenannter Strohballenweise errichtet, die eine sehr gute energetische Funktion bietet. Auch die Gebäude 11 und 16 in dieser Form errichtet werden. Nach außen unterscheiden sich diese nicht von den restlichen Gebäuden, lediglich die Wandstärke wird bei ca. 40-50 cm liegen. Alle Innen- und Außenwände werden mit Lehm verputzt. Für die gesamte Bauphase wird mit einer Zeit von 5 bis 8 Jahren gerechnet. Der Baufortschritt richtet sich in erster Linie nach den vorhandenen Mitteln. Anfallende Arbeiten werden soweit wie möglich ehrenamtlich durchgeführt

Zielgruppen

Das Angebot richtet sich an Besucher aller Altersgruppen: Familien, Kindergärten, Schulen, Berufsschulen, Mitarbeiter von Unternehmen, Institutionen, Kirchen und Behörden. Das Konzept hat mehrere Ansätze, die sich ergänzen bzw. aufeinander aufbauen.

So könnte für einen Besucher ein Tag in der Frankensiedlung aussehen:

IchZeit oder Entschleunigung

 

 

 

 

 

 

 

©2011 olesenmarketing